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Keeskarscharte (2778m)

Vom Schönachtal ins Wildgerlostal

Hier fehlt das Keeskarscharte-Hauptfoto
Am Unteren Gerlossee blickt man auf die Zittauer Hütte und die Keeskarscharte, über dem Firnfeld.
Foto: Maik Schneider, August 2011

Neben dem üblichen Anstiegsweg von Finkau kann man die Zittauer Hütte durch das einsame Schönachtal und über die Keeskarscharte erreichen. Der Weg ist jedoch schwieriger und viel länger, und man muss am Ende 150m Gegenanstieg in Kauf nehmen, da die Seitenmoränen des Wildgerloskees umgangen werden müssen. Dafür hat man aus der Scharte Aussicht auf den Großvenediger, und etwas unterhalb sieht man bis zur Zugspitze.

Aufstieg

Von Gerlos gelangt man wie beschrieben ins Schönachtal. Bis zur Issalm fährt auch ein Hüttentaxi. Ab der Issalm folgt man dem Fahrweg unter überhängenden Felsen hindurch über die Geländestufe, und erreicht den oberen Talboden bei der Pasteinalm. Danach steigt der Fahrweg weiter leicht an, bis er etwas oberhalb der Bachfassung (ca. 1920m) endet. Von hier geht es auf einem schmalen Steig die östliche Talflanke steil aufwärts. Im oberen Bereich der Querung der Felsstufe wird das Gelände sehr abschüssig, hier ist der Weg mit Seilgeländern gesichert. Der alte Weg über die Seitenmoräne des Schönachkees ist in Folge von Erosion nicht mehr begehbar, von oben erkennt man noch gut den Wegverlauf und die weggespülten Stellen. Dann wird das Gelände flacher, und man kann die Scharte erstmals sehen. Von hier aus scheint das Schönachtal durch eine durchgehende Felswand vom Wildgerlostal getrennt zu sein, und der Übergang erscheint für den normalen Bergwanderer unüberwindbar. Der gefährlichste Wegabschnitt liegt an dieser Stelle aber bereits hinter einem. Der Weg führt nun ein ganzes Stück südwärts, wo man an einem Richtungsschild auf den alten Steig trifft, dann auf die Scharte zu, und nach links auf einen kleinen Felskopf. Von hier geht es dann recht gerade zur Scharte, und in gut begehbaren Stufen hinauf.

Abstieg

Von der Scharte quert man auf einem breiten, mit Drahtseilen gesicherten Felsband ein Steilstück, dahinter steigt man über ein Geröllfeld ab. Der Weg führt dann unproblematisch über die grasbewachsenen Flanken hinunter, und man quert, schon in Höhe der Zittauer Hütte die Wiese bis auf eine Kante, die der ganz großen Seitenmoräne des Wildgerloskees etwas vorgelagert ist. Hier geht es herunter und schließlich ins Innere des Gletscherkars, wo die abfließenden Wassermassen auf einem Holzsteg ohne Geländer gequert werden müssen. Dahinter steigt man einige Meter auf, und erreicht den Hüttenweg zur Zittauer Hütte.

Von hier entweder bergauf in einer knappen halben Stunde zur Hütte, anfangs an der östlichen Seitenmoräne entlang, dann nach links abbiegend und über Felsplatten auf den Wall vor dem Unteren Gerlossee, an dem die Hütte (2328m) errichtet ist.

Oder man steigt direkt nach Finkau ab, zunächst steil und mit Seilgeländern gesichert durch eine steinschlaggefährdete Steilstufe hinunter, dann den auslaufenden Hang hinab bis zur Talstation der Materialseilbahn, an dem der Fahrweg beginnt. Dieser führt zuerst in mehreren Serpentinen weiter ins Tal, dann aus diesem heraus, bis man schließlich die Trisslalm (1583m) erreicht. Von hier kann man auf einem Steig etwas abkürzen, und sich dabei an mehreren Aussichtskanzeln noch die Leitenkammerklamm ansehen, bis man etwas südlich vom Gasthaus Finkau (1420m) den flachen Talboden erreicht.

Ausgangspunkt

Gerlos, Talstation der Isskogelbahn (ca. 1250m).

Ziel

Zittauer Hütte (2328m)

oder Abstieg nach Finkau (1420m)

Schwierigkeitschwierig
DauerAufstieg: 4:30 Std., Abstieg: 1:45 Std., Gesamt: 6:15 Std.
bei direktem Abstieg nach Finkau ca. 8:00 Std.
Konditionsehr hohe Anforderung
HöhenunterschiedAufstieg: 1750 m, Abstieg: 650 m
direkt nach Finkau: 1600m Aufstieg; 1430m Abstieg
Strecke22 km
direkt nach Finkau: 29km
Höchster Punkt 2778 m
Frequentierungeinsame Tour
Bewertung sehr lohnend
Beste ZeitJuli - August

Anfahrt

Mit dem Linienbus oder dem Auto nach Gerlos zur Talstation der Isskogelbahn.

Zustieg

Von Gerlos zur Issalm (ca. 1462m), 1:15 Std., leicht.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Lackenalm (ca. 1390m)

Issalm (ca. 1462m)

Zittauer Hütte (2328m)

Übergänge

Von der Zittauer Hütte über die Roßkarscharte (2689m, 1 Std., schwierig), zur Richterhütte (2367m) oder zum Krimmler Tauernhaus (1622m).

Von der Zittauer Hütte über die Rainbachscharte (2724m, schwierig) zum Krimmler Tauernhaus (1622m).

Gipfel

Von der Zittauer Hütte auf den Roßkopf (2845m), 1:30 Std., mittel.

Weblinks

Zittauer Hütte

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2011

Tour-Nr.: 

10
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