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Gilfert (2506m)

Aussicht ins Inntal bis nach Innsbruck

Hier fehlt das Gilfert-Hauptfoto
Der Gilfert von der Schellenbergalm, links davor das Sonntagsköpfl.
Foto: Maik Schneider, August 2009

Fährt man von Innsbruck durch das Inntal Richtung Zillertal, sieht man den Gilfert als vorletztes großes Bergmassiv, das im Süden angrenzt. Aus dem Finsinggrund, dem Seitental des Zillertals, in dem Hochfügen liegt, ist der Gilfert als Tagestour erreichbar.

Aufstieg

Die Tour beginnt an der Schellenbergalm (1291m), an der Strasse nach Hochfügen. Von der Bushaltestelle geht man noch gut 500m die hier flach verlaufende Strasse taleinwärts, bis rechts ein Fahrweg leicht ansteigend über die Almwiese talauswärts führt. Knapp unterhalb des Waldrandes zweigt nach links, wiederum taleinwärts ein Wanderweg zum Loassattel ab. Dieser führt immer etwas ansteigend am oberen Rand der Almwiese entlang. Am Beginn dieses Weges gibt es keinen Schatten, und im Sommer heizt sich dieser Südhang stark auf, weshalb man vielleicht besser den Steig durch den Wald hinauf zum Gartalm-Niederleger (1572m) geht, und von dort nach links zum Loassattel. Aber auch der direkte Weg führt später in den Wald, und trifft dort auf den von der unteren Gartalm kommenden Weg. Über eine matschige Wiese geht es noch wenige Höhenmeter zum Loassattel (1675m), mit Blick auf das Inntal in Richtung Innsbruck, und auf die felsigen Berge des südlichen Karwendel. Zum Loassattel kann man auch über den Fahrweg von Hochfügen hinaufgehen. Von hier führt der Steig den Hang nach Süden über die mit Sträuchern bewachsenen Hänge zum kleinen Gamsstein (1924m) hinauf, dessen unscheinbarer höchster Punkt links liegen gelassen wird. Von hier hat man noch bessere Sicht, auch auf das auf der anderen Seite des Sattels gelegenen Kuhmesser (2264m), das noch das Kellerjoch (2344m) verdeckt. Weiter geht es auf dem Steig, dem nicht zu steilen Gratverlauf folgend, zum Großen Gamsstein (2142m), der links umgangen, oder rechts entlang bestiegen werden kann, was ohne Gipfelrast nur wenige Sekunden mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dahinter nähert man sich dann ohne großen Höhenverlust den Hängen des Gilferts, an denen der Steig etwas steiler wird. Ungefähr in der Mitte des Berghanges führt geradeaus der Steig zum Sonntagsköpfl, der Weg auf den Gilfert geht in einer Serpentine nach rechts zurück. Diese Stelle sollte man sich einprägen, um hier beim Abstieg nicht in die falsche Richtung zu laufen. Am Ende des Hanges betritt man ein nur noch leicht ansteigendes Plateau, von dem man bereits das riesige Gipfelkreuz sehen kann. Über das Plateau mit seinen großen Felsblöcken nähert man sich dem letzten Gipfelaufschwung, bis man nach knapp vier Stunden den Gipfel erreicht. Wer sich noch zwei Minuten Zeit nimmt, kann von hier aus noch den etwas höheren Südgipfel mitnehmen.

Abstieg

Wer nicht auf dem gleichen Weg zurückgehen möchte, wählt beim Absteig an der Verzweigung im Gilfert-Nordosthang den Steig zum Sonntagsköpfl. Dieser Steig quert mit wenig Markierungen den Geröllhang, und führt dann nach links über den Verbindungsgrat Richtung Sonntagsköpfl (2244m). Ungefähr fünf Minuten unter dem an hier unschwierig erreichbaren Gipfel zweigt nach rechts der Abstiegsweg zur Lamarkalm ab. Dieser Weg führt über die Almhänge hinunter zu einem Bachlauf in einem Kar unterhalb des Gilferts, bleibt links vom Bach und führt weiter hinab zum Mittelleger der Lamarkalm (ca. 1880m). Von hier geht man auf dem Fahrweg nach links, der nach den ersten beiden Kurven noch einmal kurz ansteigt, und dann in vielen Serpentinen durch den Wald hinunter in Richtung Hochfügen führt. Man gelangt zur Schipiste im Gebiet der Lamarkalm, und trifft dort auf einen anderen Fahrweg, der in vielen Kurven ins Tal nach Hochfügen (1474m) führt.

Ausgangspunkt

Schellenbergalm (1291m)

Ziel

Hochfügen (1474m)
Schwierigkeitschwierig
DauerAufstieg: 3:30 Std., Abstieg: 3:00 Std., Gesamt: 6:30 Std.
Konditionhohe Anforderung
HöhenunterschiedAufstieg: 1250 m, Abstieg: 1050 m
Strecke12 km
Höchster Punkt 2506 m
Frequentierungdurchschnittlich
Bewertung sehr lohnend
Beste ZeitEnde Juni - Mitte September

Anfahrt

Mit dem Linienbus ab Bahnhof Uderns oder Bhf. Fügen Richtung Hochfügen bis zur Schellenbergalm (Fahrplan studieren, fährt sehr selten!). Mit dem Auto keine ausgewiesene Parkmöglichkeit bei der Schellenbergalm, höchstens am Strassenrand. Alternativ bis Hochfügen fahren und die Tour dort starten.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Schellenbergalm (1291m)

Alpengasthof Loas (1645m)

Einkehrmöglichkeiten in Hochfügen (1474m)

Übergänge

Auch ein Abstieg auf einem Steig ins Inntal ist möglich.

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2009

Tour-Nr.: 

2
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