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Heilig-Geist-Jöchl (2658m)

Im Zillergründl zur Grenze nach Südtirol

Hier fehlt das Heilig-Geist-Jöchl-Hauptfoto
Von den Seen an den Schneesögen, hier ohne Schnee, sind es noch wenige Minuten zum Joch.
Foto: Maik Schneider, August 2011

An der Plauener Hütte beginnt ein Höhenweg, der den östlichen Berghang des Zillergründl über bequeme Steinblöcke, und praktisch immer in einer Höhe bleibend quert. Auf diesem Weg gelangt man bis kurz vor das Joch, das man über einen Geröllhang erreicht.

Aufstieg

Von der Staumauer Zillergründl erreicht man in 1,5 Stunden die Plauener Hütte (2364m). Hier beginnt der Hannemannweg, der zuerst in südliche Richtung den Ausläufer des südlichen Schwarzkopfes umrundet. Von dieser Stelle am Marchnerkopf kann man Teile des weiteren Wegverlaufs überblicken, und abschätzen, ob man noch bis zum Joch am Talschluss gehen möchte. Der Weg führt dann ohne nennenswerte Höhenunterschiede durch das breite Hohenaukar, und ohne trennende Scharte ins benachbarte Seekar. Wenn noch Schneereste in den Karmulden liegen, kann deren Überquerung teilweise gefährlich werden, da diese steil ins Zillergründl abfallen. Im Seekar zweigt nach links der Weg zur Zillerplattenscharte ab, und ein paar Meter weiter erreicht ein Weg, der aus dem hinteren Zillergründl hinaufführt, den Höhenweg. Hier kann man auf dem Rückweg absteigen. Man wandert noch einen Kilometer unter dem Ausläufer des Keeskarkopfes, bis man den Bereich eines ersten Sees ereicht, zu dem man ca. 70 Höhenmeter absteigen muss. Gleich hinter dem See macht man die verlorenen Höhenmeter wieder gut. Dann erreicht man das Gebiet der Schneesöge, ein Plateau mit ein paar kleinen Seen, auf dem auch im Hochsommer noch oft soviel Schnee liegt, dass man die Seen gar nicht sehen kann. Bei Schnee sollte man hier immer auf die Markierungen oder Spuren im Schnee achten. Ein zweiter Weg aus dem Tal kommt von rechts herauf, und etwas weiter erreicht man auch schon den Hang aus großen Blöcken, über den man in einem Schwenk nach rechts das Heilig-Geist-Jöchl erreicht.

Abstieg

Entweder auf dem Hannemannweg zurück zur Plauener Hütte.

Oder etwas schneller durch das Zillergründl, an der Hohenaualm, und am gesamten Ostufer des Stausees entlang zurück zur Bushaltestelle an der Staumauer. Dazu steigt man zuerst auf das Seenplateau unterhalb der Scharte ab. Wenn kein Schnee liegt, kann man hier den direkten Weg absteigen, der durch ein enges Kar unterhalb kleiner Felswände, über viel Blockwerk auf den obersten Talboden führt. Bei Schnee ist dieser Weg aber überhaupt nicht zu empfehlen, da man die Blöcke und die Markierungen dann nicht sieht. In dem Fall steigt man auf dem Höhenweg zu dem unteren See ab und dahinter wieder ein paar Minuten bergauf, und benutzt den in der Regel schneefreien und viel einfacheren Weg, der dann links hinab auf den letzten Talboden führt. Von dieser letzten Wiese des Zillergründls steigt man dann dem Bachverlauf folgend immer leicht ab, bis man schließlich die Hohenaualm (1868m, Einkehrmöglichkeit) erreicht. Von hier geht man den Fahrweg am Seeufer entlang zurück, der ab der Talstation der Materialseilbahn nochmal etwas ansteigt und zum Schluss durch den Tunnel zur Bushaltestelle unterhalb des Gasthauses Adlerblick führt.

Ausgangspunkt

Stausee Zillergründl (1852m)
Schwierigkeitmittel
bei Schneeresten evtl. problematisch
DauerAufstieg: 4:00 Std., Abstieg: 3:30 Std., Gesamt: 7:30 Std.
Konditionhohe Anforderung
langer Höhenweg
HöhenunterschiedAufstieg: 1100 m, Abstieg: 1100 m
Strecke24 km
Höchster Punkt 2658 m
Frequentierungwenig begangen
Bewertung lohnend
Beste ZeitEnde Juli - September

Anfahrt

Von Mayrhofen mit dem Linienbus in den Zillergrund bis zur Endhaltestelle Zillergrund Staumauer. Anfahrt mit dem Auto auf der Mautstraße durch den Zillergrund bis Bärenbad möglich. Von dort mit dem Bus weiter oder zu Fuß in einer Stunde auf die Staumauer. Pro Tag werden nur ca. 100 Fahrzeuge in den Zillergrund gelassen, gerade an schönen Wochenendtagen darf man also nicht zu spät sein.

Zustieg

Zur Plauener Hütte 1:30 Std., mittel.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Plauener Hütte (2364m)

Hohenau-Alm (1868m)

Adlerblick (ca. 1870m)

Übergänge

Mehrere Möglichkeiten auf der Südtiroler Seite:

Abstieg nach Kasern im Ahrntal (mittel)

Höhenweg zur Birnlückenhütte (2441m, Lausitzer Weg, schwierig)

Höhenweg zum benachbarten Hundskehljoch (2557m, Lausitzer Weg, 3,5 Std. schwierig), und Rückweg nach Bärenbad (6 Std.) durch den Hundskehlgrund.

Weblinks

Plauener Hütte

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2011

Tour-Nr.: 

19
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