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Zillerplattenscharte (2880m)

Vom Stausee Zillergründl zum Krimmler Tauernhaus

Hier fehlt das Zillerplattenscharte-Hauptfoto
Die Zillerplattenscharte vom Aufstiegsweg. Links die Zillerplattenspitze, rechts der Keeskarkopf.
Foto: Maik Schneider, August 2001

Von der Plauener Hütte kann man im Anschluss an den Hannemannweg zwei Scharten erreichen: Das Heilig-Geist-Jöchl als Übergang ins Ahrntal, sowie die Zillerplattenscharte zum Windbachtal. Auch wenn die Zillerplattenscharte höher liegt, ist sie etwas einfacher und schneller erreichbar. Die Aussicht ist auf jeden Fall besser, von hier kann man den Großvenediger sehen.

Aufstieg

Von der Staumauer Zillergründl erreicht man wie beschrieben in 1,5 Stunden die Plauener Hütte (2364m). Hier beginnt der Hannemannweg, der zuerst in südliche Richtung den Ausläufer des südlichen Schwarzkopf umrundet. Von dieser Stelle am Marchnerkopf kann man Teile des weiteren Wegverlaufs überblicken. Der Weg führt dann ohne nennenswerte Höhenunterschiede durch das breite Hohenaukar, und ohne trennende Scharte ins benachbarte Seekar. Wenn noch Schneereste in den Karmulden liegen, kann deren Überquerung teilweise gefährlich werden, da diese steil ins Zillergründl abfallen. Im Seekar, ca. 2 Stunden von der Hütte, zweigt nach links der Weg zur Zillerplattenscharte ab, ein paar Meter bevor der Weg aus dem hinteren Zillergründl auf den Höhenweg trifft, über den man als vielleicht etwas schnellere Alternative hierher gelangen kann, da der Höhenweg über die Blockhalden doch etwas Zeit raubt.

Für den Weg durch das Zillergründl geht man nicht zur Plauener Hütte hinauf, sondern folgt dem Fahrweg am Seeufer entlang bis zum Ende des Stausees. An der Hohenaualm (1868m) endet der Fahrweg, und man steigt im Talschluss immer weiter auf, bis man nach einem Schwenk nach links die letzte, flache Wiese im Talschluss erreicht. Hier zweigt nach links ein Weg in Richtung Höhenweg ab, dem man ohne Überquerung des Bachs den Hang hinauf folgt. 200 Meter höher trifft man auf den Höhenweg, geht auf diesem 2 Minuten nordwärts Richtung Plauener Hütte, und erreicht dann den Abzweig zur Zillerplattenscharte.

Ab dem Abzweig (ca. 2475m) steigt man das flach geneigte Kar weiter auf, erst im letzten Abschnitt unter der Scharte wird das Geröll schlechter begehbar, weil die Steinplatten dort recht locker aufgeschichtet sind. In der Scharte, die man in einer Stunde ab dem Abzweig erreicht, blickt man dann auf die Berge der Venedigergruppe, und auf den Talschluss des einsamen Windbachtals, mit dem recht großen Eissee, in den inzwischen kein Gletscher mehr hineinfließt, und zum Krimmler Tauern, dem Übergang von Krimml nach Südtirol.

Abstieg

Von hier entweder auf dem Anstiegsweg zurück zum Stausee Zillergründl bzw. zur Plauener Hütte, oder Fortsetzung der Tour in Richtung Richterhütte (2367m), Krimmler Tauern (2633m), oder Abstieg zum Krimmler Tauernhaus (1622m). In jedem Fall steigt man zuerst unproblematisch zum Eissee (ca. 2570m) ab, und vom Geröllwall, der den See an seiner östlichen Seite aufstaut, noch knapp 100 Höhenmeter tiefer, bis man auf den Höhenweg trifft, der nach links über die westliche Windbachscharte (2697m) zur Richterhütte führt, und nach rechts zum Krimmler Tauern. Für den Abstieg zum Tauernhaus folgt man dem Höhenweg wenige Minuten nach Süden, wo vor der engen Rinne des vom Eissee abfließenden Baches der sehr steile Abstieg ins Windbachtal beginnt. Der teilweise schlechte Steig führt immer in der Nähe des Baches durch die Rinne hinunter, und man erreicht den Talboden des Windbachtales und den breiteren Talwanderweg an einer kleinen Brücke in etwa 2100m Höhe. Auf diesem Weg geht man dann nach Norden durch das langgezogene Windbachtal. In diesem Tal weht tatsächlich oft ein starker Föhnwind. In der Nähe der schon von weitem sichtbaren Windbachalm (1882m) beginnt der Fahrweg, auf dem man weiter absteigt. Nachdem man den Windbach auf einer Brücke überquert hat, führt der Fahrweg in den Wald, und hier zweigt in einer Rechtskurve ein abkürzender Steig ins Krimmler Achental ab, auf dem man die letzten gut 100 Höhenmeter absteigt. Im Tal angekommen überquert man eine Feuchtwiese in Höhe der Anlaßalm (1666m), der Stelle, an der das Krimmler Achental nach Osten umbiegt, und die mächtigen Gletscher des Krimmler Kees beim Aufstieg in den Talschluss erstmals zu sehen sind. Von hier wandert man auf dem Fahrweg in dem recht flachen Tal noch ungefähr 20 Minuten bis zum Krimmler Tauernhaus. Ab hier besteht die Möglichkeit, mit Kleinbussen nach Krimml zu fahren.

Ausgangspunkt

Stausee Zillergründl (1852m)

Ziel

Krimmler Tauernhaus (1622m)
Schwierigkeitschwierig
DauerAufstieg: 4:00 Std., Abstieg: 3:30 Std., Gesamt: 7:30 Std.
Von der Plauener Hütte in die Scharte 2:30 Std.
Konditionmittlere bis hohe Anforderung
HöhenunterschiedAufstieg: 1080 m, Abstieg: 1300 m
Strecke24 km
Höchster Punkt 2880 m
Frequentierungsehr wenig begangen
Bewertung sehr lohnend
Beste ZeitEnde Juli - Anfang September

Anfahrt

Von Mayrhofen mit dem Linienbus in den Zillergrund bis zur Endhaltestelle Zillergrund Staumauer. Anfahrt mit dem Auto auf der Mautstraße durch den Zillergrund bis Bärenbad möglich. Von dort mit dem Bus weiter oder zu Fuß in einer Stunde auf die Staumauer. Pro Tag werden nur ca. 100 Fahrzeuge in den Zillergrund gelassen, gerade an schönen Wochenendtagen darf man also nicht zu spät sein.

Rückfahrt ab dem Tauernhaus mit dem Kleinbusverkehr durchs Krimmler Achental nach Krimml. Von dort Busverbindung nach Zell am Ziller, der letzte Bus fährt jedoch schon vor 17:00 Uhr.

Zustieg

Von der Staumauer zur Plauener Hütte (2364m), 1:30 Std., mittel.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Adlerblick (ca. 1870m)

Plauener Hütte (2364m)

Krimmler Tauernhaus (1622m)

Übergänge

Mehrere Möglichkeiten ab dem Eissee:

Über die westliche Windbachscharte (2697m, schwierig) zur Richterhütte (2367m).

Zum Krimmler Tauern (2633m), dann Abstieg ins Ahrntal, oder Höhenweg (Lausitzer Weg) zur Birnlückenhütte (2441m), schwierig.

Gipfel

Zillerplattenspitze (3148m), 45 Min. von der Zillerplattenscharte, schwierig (I).

Tipps

Der Aufstieg von der Staumauer zur Zillerplattenscharte dürfte am gesamten Seeufer entlang und an der Hohenaualm vorbei etwas schneller gehen als der Höhenweg über die Plauener Hütte.

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2008

Tour-Nr.: 

63
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