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Berliner Höhenweg, Etappe Friesenberghaus (2477m) - Gamshütte (1921m)

Lange Tagesetappe am Tuxer Kamm

Hier fehlt das Berliner Höhenweg, Friesenberghaus - Gamshütte-Hauptfoto
Am Anfang des Berliner Höhenwegs blickt man auf den Wesendlekarsee und den Kleinen Riffler.
Foto: Maik Schneider, August 2011

Die letzte Etappe des Berliner Höhenwegs beginnt am Friesenberghaus, und führt ca. 8 Stunden hoch über dem Dornaubergtal am Tuxer Kamm entlang zur Gamshütte. Der Weg ist sehr abwechslungsreich, abschüssige Stellen und einfaches Gelände, Geröllfelder und Almwiesen wechseln sich mehrfach ab.

Wegbeschreibung

Am Friesenberghaus beginnt an der Terrasse der Höhenweg zur Gamshütte. Zuerst umquert man in östliche Richtung über einen steilen Hang die Felswände der Wesendlekarschneide, den Ausläufer des Hohen Riffler nach Süden. Etwas später wird das Gelände auf dem herabziehenden Grat ganz flach, und man erhält Aussicht in das Wesendlekar, bis zum nächsten, felsigen Grat, der vom Kleinen Riffler ins Tal zieht. Man steigt einige Minuten ab, und erreicht den Abzweig des Talabstiegs in den Zamser Grund. Hier links durch das flache Kar, in einigem Abstand am Wesendlekarsee vorbei, und dahinter etwas ansteigend durch das grobe Blockwerk auf den nächsten, den Südostgrat des Rifflers zu. Auf schmalem Weg quert man nun die abschüssige Felsflanke, steigt dahinter ein kurzes Stück steil vor den Rifflerrinnen ab, bevor man diesen Steilhang dann queren muss. Dahinter wird der Weg wieder einfacher, man steigt ins Birglbergkar ab, und überquert dabei nochmal ein großes, flaches Geröllfeld, auf dem die Markierungen etwas zu spärlich angebracht wurden. Danach steigt man noch einige Meter zum Kesselbach ab, den man in der Nähe einer kleinen Hütte überquert. Hier zweigt rechts der zweite Steig ins Tal ab, auf dem man über die Birglbergalpe zur Bushaltestelle Kaserleralm im Dornaubergtal absteigen kann. Auf der anderen Karseite steigt man dann wieder gut 100 Höhenmeter auf, und quert auf schmalem Steig den sehr abschüssigen Grashang oberhalb der Birglbergalpe. Der Steig führt dann immer leicht abwärts weiter, und man erreicht das Hauser Kar, in dem man die an der Kesselalm aufgestiegenen Höhenmeter wieder absteigen muss. Nach der Überquerung des Baches sind es nur noch wenige Meter zur Pitzenalm, wo man zu einer kleinen Stärkung einkehren kann. Hier hat man gut die Hälfte des Weges hinter sich. Auch von der Pitzenalm gibt es eine Abstiegsmöglichkeit über die Liechteckalm und die Paschbergalm zum Leitenhof. Von der Pitzenalm gelangt man auf einem Steig durch ein Stück obersten Bergwald zur Feldalpe, wo ein Fahrweg nach Ginzling abzweigt. Hier beginnt links haltend ein längerer Anstieg, der zuerst über Almflächen führt, bis man einen kleinen Gratausläufer übersteigt. Dahinter beginnt ein Gebiet mit grobem Blockwerk, durch das man nur recht langsam vorwärts kommt, bis man schließlich die kleine Scharte an der Grauen Platte erreicht, von wo man ins Schrahnbachkar hinab blickt. Auch von der Grauen Platte führt ein Steig bergab nach Ginzling, der jedoch relativ wenig begangen wird und im Bereich des oberen Almgebietes stark zugewachsen sein kann. Zur Gamshütte steigt man einige Meter steil ins Schrahnbachkar ab, und quert dann im Bogen in einer Höhe bleibend über Wiesen das Kar unterhalb der Grinbergspitzen. Nachdem man an einer verfallenen Hütte vorbei gewandert ist, steigt man wieder leicht an, und erreicht den Endpunkt der Kardurchquerung am Kareck. Der letzte Kilometer auf dem Höhenweg wird dann noch einmal extrem abschüssig, man quert auf einem wieder sehr schmalen Steig die Grasflanken an der Ostseite des Grünbergs, und hat dabei Tiefblick ins 1000 Meter tiefere Dornaubergtal. Man erreicht schließlich den Gipfelweg zum Grünberg, und steigt von hier in wenigen Minuten über den mit Alpenrosen bewachsenen Hang zur bald sichtbar werdenden Gamshütte ab.

Ausgangspunkt

Friesenberghaus (2477m)

Ziel

Gamshütte (1921m)
Schwierigkeitschwierig
Dauer8:00 Std.
Konditionhohe Anforderung
sehr lange Tour
Höhenunterschied550 m Aufstieg, 1100 m Abstieg
Bei Abstieg in den Zamsergrund oder ins Dornaubergtal wesentlich mehr Höhenmeter im Abstieg.
Strecke12 km
Höchster Punkt 2520 m
Frequentierungdurchschnittlich
Bewertung lohnend
Beste ZeitMitte Juli - Mitte September

Anfahrt

Mit dem Linienbus ab Mayrhofen zur Endhaltestelle am Schlegeisstausee (Bergrestaurant Schlegeis). Anfahrt auch mit dem Auto möglich, Mautstraße ab Breitlahner, ca. 10 Euro Maut pro PKW, Parkplatz vor dem Bergrestaurant Schlegeis.

Zustieg

Vom Schlegeisstausee in Höhe des Bergrestaurants zum Friesenberghaus (2477m), 2:30 Std., mittel.

Von der Olpererhütte (2389m) auf dem Berliner Höhenweg in 2 Std. zum Friesenberghaus, schwierig.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Friesenberghaus (2477m)

Pitzenalm

Gamshütte (1921m)

Übergänge

Auf dem Berliner Höhenweg nach Südwesten zur Olpererhütte (2389m), 2 Std., schwierig.

Nach Übernachtung auf dem Friesenberghaus oder der Gamshütte viele mögliche Anschlusstouren, siehe unter der Beschreibung des jeweiligen Hüttenzustiegs.

Tipps

Wenn auf dem Weg noch Schnee liegt, ist der Weg stellenweise nicht auffindbar und somit praktisch nicht begehbar, vor allem im Abschnitt zwischen Friesenberghaus und Pitzenalm.

Infos

Die Etappe vom Friesenberghaus zur Gamshütte gehört zusammen mit dem Aschaffenburger Höhenweg zu den beiden längsten Teilstücken des Berliner Höhenwegs, einem Hüttentrekking über 6-9 Tage durch die Zillertaler Alpen.

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2011

Tour-Nr.: 

31
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