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Alpeiner Scharte (2959m)

Vom Schlegeisstausee zur Geraer Hütte

Hier fehlt das Alpeiner Scharte-Hauptfoto
Die Alpeiner Scharte vom vorderen Boden im Unterschrammachkar, rechts der Olperer (3476m).
Foto: Maik Schneider, August 2011

Die Alpeiner Scharte bildet den Übergang aus dem Zamsergrund ins Valser Tal, also vom Schlegeisstausee oder der Olperer Hütte zur Geraer Hütte. Die Scharte ist knapp 3000 Meter hoch, die 3000er-Grenze lässt sich von hier problemlos erreichen, wenn man noch ein paar Meter Richtung Fußstein aufsteigt. Auf der westlichen Seite befindet sich ein verfallenes Bergwerk.

Aufstieg

Am Parkplatz Zamsgatterl beginnt der Aufstiegsweg am Tuxer Kamm, auf der rechten Seite in Anfahrtrichtung. Zunächst steigt man auf einem breiten Fahrweg einige Meter auf, bis dieser endet, und folgt dem weiterführenden Steig dann durch lichten Bergwald mit Ausblick in den Talschluss des Zamsergrund. Nach ungefähr 50 Minuten endet der Wald, und man erreicht den vorderen Karboden im Unterschrammachkar, wo man den Bach auf einer Brücke überqueren kann. Hier wird die Alpeiner Scharte als niedrigster Übergang zwischen Schrammacher (links), sowie Fußstein und Olperer (rechts) sichtbar. Man durchquert das kurze, flache Tal und erreicht über eine Stufe den wilderen hinteren Karboden, auf dem die Schutthänge von mehreren umliegenden Bergen enden. Am Wegkreuz, zu dem man auch in 90 Minuten von der Olperer Hütte über den Neumarkter Höhenweg gelangt, folgt man der Markierung geradeaus Richtung Scharte. An zwei Seen und an einer weiteren Abzweigung Richtung Pfitscher Joch rechts haltend erreicht man eines der Geröllfelder, auf dem man etwas aufsteigt, dann eine Wasserrinne quert, und auf der anderen Seite nochmals etwas ansteigt, bis der Steig nach rechts in einen steilen Wiesenhang einbiegt, über den man weiter aufsteigt. Im oberen Bereich wird ein kleiner Bach auf glatten Felsplatten überquert, diese Stelle ist inzwischen mit einem Seil gesichert. Dahinter erreicht man dann in wenigen Minuten den vom Pfitscher Joch kommenden Höhenweg. Bis hierhin gelangt man evtl. etwas einfacher, indem man an der Wegverzweigung auf dem hinteren Karboden den linken Weg Richtung Pfitscher Joch wählt, auf diesem bis zum Höhenweg aufsteigt, und dann nach rechts Richtung Alpeiner Scharte geht.

Dem Höhenweg folgt man dann, auf die Alpeiner Scharte zugehend, noch ca. 15 Minuten, wobei eine steile Felswand am unteren Ende umgangen wird. Dahinter erreicht man dann den Abzweig zur Scharte, der weitere alte Höhenweg Richtung Riepengrat sollte nicht mehr begangen werden. Nach links geht es jetzt den Schutthang unterhalb der Scharte hinauf, über Blöcke erreicht man einen auffälligen Felskopf mit großem Steinmann, und von dort steigt man durch steileres Gelände mit rutschigem, feinem Geröll zur Scharte auf.

Abstieg

Aus der Scharte steigt man zunächst über steilen Schutt ab, immer rechts unterhalb der großen Felswand, und erreicht die Reste des Bergwerks, mit vergittertem Stolleneingang, den Resten einer Seilbahn und den Grundmauern der Baracken. Von hier kann man bereits die Geraer Hütte sehen, zu der man jedoch noch lange über die flachen Geröllfelder absteigt.

Ausgangspunkt

Parkplatz Zamsgatterl (1810m) am Schlegeisstausee.

Ziel

Geraer Hütte (2326m)
Schwierigkeitschwierig
DauerAufstieg: 3:30 Std., Abstieg: 1:30 Std., Gesamt: 5:00 Std.
Konditionmittlere bis hohe Anforderung
HöhenunterschiedAufstieg: 1180 m, Abstieg: 660 m
Strecke10 km
Höchster Punkt 2959 m
Frequentierungdurchschnittlich
Bewertung sehr lohnend
Beste ZeitMitte Juli - Mitte September

Anfahrt

Mit dem Linienbus ab Mayrhofen zur Endhaltestelle am Schlegeisstausee (Bergrestaurant Schlegeis), von hier 15 Minuten zu Fuß der Straße am See entlang folgen, bis zum Parkplatz Zamsgatterl. Anfahrt auch mit dem Auto möglich, Mautstraße ab Breitlahner, ca. 10 Euro Maut pro PKW.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Bergrestaurant Schlegeis (ca. 1790m, keine Übernachtungsmöglichkeit)

Neue Dominikus-Hütte (ca. 1805m, direkt oberhalb des Bergrestaurants)

Geraer Hütte (2326m)

Übergänge

Von der Geraer Hütte auf einem Höhenweg zum Tuxer Joch-Haus (2316m), ca. 5 Std., oder direkt über die Sommerbergalm nach Hintertux (1500m), ca. 6 Std., schwierig.

Auf dem Höhenweg zum Pfitscher Joch-Haus (2276m), 2:30 Std. ab dem Abzweig, schwierig.

Vom Abzweig auf dem hinteren Karboden den Neumarkter Höhenweg zur Olpererhütte (2389m), 1:30 Std., mittel.

Tipps

Wer Wert darauf legt, bei einer Bergtour über 3000 Meter hoch gewesen zu sein, kann aus der Scharte noch etwas die Blöcke nach Norden in Richtung Fußstein aufsteigen, wo man in wenigen Minuten auf einem kleinen Gipfel im Gratverlauf diese Höhe erreicht.

Infos

Das Bergwerk in 2800 Meter Höhe wurde im zweiten Weltkrieg errichtet, hier sollten Zwangsarbeiter Molybdänerze abbauen. Gefördert wurde dann jedoch nichts.

Weblinks

Geraer Hütte

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2011

Tour-Nr.: 

17
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