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Friesenberghaus (2477m)

Zur höchsten Alpenvereinshütte des Zillertals

Hier fehlt das Friesenberghaus-Hauptfoto
Friesenberghaus und Friesenbergsee, im Hintergrund der Große Greiner.
Foto: Maik Schneider, August 2011

Das Friesenberghaus befindet sich in knapp 2500 Meter Höhe unterhalb des Hohen Riffler. Vom Schlegeisstausee ist es in gut 2:30 Stunden erreichbar. Von der Hütte ist eine Besteigung des Hohen Rifflers oder des nahen Petersköpfls möglich.

Aufstieg

Der Hüttenweg zum Friesenberghaus beginnt zwischen dem Tunnelausgang an der Staumauer und dem Bergrestaurant Schlegeis, und führt zunächst wenige Schritte bis zum Abzweig Neue Dominikushütte, wo man den abzweigenden Weg nach rechts nimmt. Auf diesem überquert man zuerst den Alelebach, der nachmittags erheblich mehr Gletscherwasser vom Riepenkees führt als morgens. Kurz danach überquert man einen Fahrweg, und etwas später geht es auf Brettern durch eine sumpfige Wiese. Nach der Überquerung des Falschseitenbachs steigt man durch Latschenkiefern bis zur Weidefläche der Friesenbergalm (2036m) an, von wo sich schöne Blicke auf den Schlegeisstausee ergeben. Dahinter biegt der Weg ins Lapenkar ein, und das von hier noch gut 90 Minuten entfernte Friesenberghaus wird weit oben im Kar erstmals sichtbar, wobei sich das Mauerwerk nicht wesentlich vom umliegenden Gestein abhebt. Nun geht man wenig ansteigend in das große Kar hinein, über den Lapenkarbach auf die rechte Seite, dann aufwärts eine Stufe hinauf, wieder etwas talein, dann immer rechts am Hang hinauf, und zuletzt im großen Bogen über eine Steilstufe unterhalb der Hütte. Hier trifft man auf den zur Olpererhütte führenden Berliner Höhenweg. Weiter geht es rechts über große, von Gletschern geschliffene Felsplatten zur nahen Hütte.

Abstieg

Am schnellsten auf dem Anstiegsweg.

Als Alternativen kann man den Höhenweg zur Olpererhütte gehen (schwierig, 2 Std. bis zur Hütte, 4 Std. zum Stausee), oder ein Stück den Berliner Höhenweg Richtung Gamshütte wandern, und durch das Wesendlekar in den Zamsergrund absteigen.

Für den Abstieg durch das Wesendlekar startet man am Friesenberghaus auf dem Berliner Höhenweg in östliche Richtung zur Gamshütte, und umquert zuerst die Wesendlekarschneide, den südlichen Ausläufer des Rifflers. Danach beginnt das Wesendlekar mit einem weiteren von hier sichtbaren See, und nach ein paar Metern Abstieg zweigt der Weg ins Tal nach rechts ab. Der kaum begangene Weg führt recht steil über die Almflächen hinunter, später durch Bergwald, zur Schlegeis-Alpenstraße, und erreicht diese in ca. 1500 Meter Höhe vor der Einfahrt in den ersten Tunnel oberhalb von Breitlahner. Hier kann man ab der Ampel mit dem Bus zurückfahren, oder auf dem Wanderweg abseits der Straße die Steilstufe nach Breitlahner weiter hinuntergehen, wobei man auf eine Forststraße trifft, die nach Breitlahner (1256m) führt, die aber auch auf einem Steig noch abgekürzt werden kann.

Ausgangspunkt

Bergrestaurant Schlegeis (1790m)

Ziel

Je nach Abstiegsweg:

Bergrestaurant Schlegeis (1790m), Zamsergrund (ca. 1500m) bzw. Breitlahner (1256m).

Schwierigkeitmittel
DauerAufstieg: 2:30 Std., Abstieg: 2:00 Std., Gesamt: 4:30 Std.
Abstieg in den Zamsergrund: 3 Std., nach Breitlahner 3:30 Stunden.
Konditionmittlere Anforderung
HöhenunterschiedAufstieg: 690 m, Abstieg: 690 m
1000 Höhenmeter Abstieg in den Zamsergrund, 1250 Höhenmeter nach Breitlahner.
Strecke12 km
Höchster Punkt 2477 m
Frequentierungdurchschnittlich
Bewertung lohnend
Beste ZeitJuli - Mitte September

Anfahrt

Mit dem Linienbus ab Mayrhofen zur Endhaltestelle am Schlegeisstausee (Bergrestaurant Schlegeis). Anfahrt auch mit dem Auto möglich, Mautstraße ab Breitlahner, ca. 10 Euro Maut pro PKW, Parkplatz vor dem Bergrestaurant Schlegeis.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Bergrestaurant Schlegeis (ca. 1790m, keine Übernachtungsmöglichkeit)

Neue Dominikus-Hütte (ca. 1805m, direkt oberhalb des Bergrestaurants)

Friesenberghaus (2477m)

Übergänge

Auf dem Berliner Höhenweg nach Südwesten zur Olpererhütte (2389m), 2 Std., schwierig, und von hier direkter Abstieg zum Stausee, 3:30 Std., oder weiter auf dem Höhenweg der Neumarkter Runde mit Abstieg im Unterschrammachkar, 5 Stunden. Noch weiter auf dem Höhenweg bis zum Pfitscher Joch-Haus (2276m), 6 Std., schwierig. Oder als längere Tour ab dem Unterschrammachkar über die Alpeiner Scharte (2959m) zur Geraer Hütte (2326m), 7 Std., schwierig.

Abstieg zum Schlegeisstausee und auf dem Berliner Höhenweg zum Furtschaglhaus (2293m), 4:30 Std., mittel. Dorthin mit Umweg über die Olpererhütte (2389m), 6 Std., schwierig.

Auf dem Berliner Höhenweg nach Nordosten zur Gamshütte (1921m), 8 Std., schwierig, unterwegs mehrere Abstiegsmöglichkeiten in den Zamsergrund oder später ins Dornaubergtal.

Über die Friesenbergscharte (2910m, 1:15 Std., schwierig, sehr abschüssig) zum Spannaglhaus (2531m), 2:30 Std., und von hier zur Gletscherbahn am Tuxer Ferner-Haus (2610m), 2:45 Std., oder Abstieg nach Hintertux (1500m), 5 Stunden.

Auch die Berliner Hütte (2042m) lässt sich nach einem Abstieg nach Breitlahner (1256m) in ca. 6 Stunden erreichen, mittel.

Gipfel

Hoher Riffler (3132m), schwierig (I).

Petersköpfl (2679m), mittel bis schwierig (kleine Felsstufe).

Tipps

Etwas unterhalb der Hütte liegt der Friesenbergsee (2444m). Von seinem bergseitigen Ufer, das auf einem markierten Steig erreicht werden kann, ergeben sich schöne Perspektiven auf den höchsten Berg der Zillertaler Alpen, den 3510 Meter hohen Hochfeiler.

Ebenso lohnend ist eine Besteigung des Petersköpfls (2679m, 30 Min., mittel mit kurzer Kraxelei) mit seinen unzähligen Steinmännern, die Bergwanderer hier errichtet haben. Jeder ist eingeladen, hier weiter zu bauen.

Infos

In unterschiedlichen Quellen findet man verschiedene Höhenangaben zum Friesenberghaus. Ob die Hütte 2477m oder 2498m hoch ist, lässt sich nicht klären. Wer mit seinem GPS-Gerät selber nachgemessen hat, kann sich gerne melden.

Auf dem Berliner Höhenweg, einer 6-9 tägigen Trekkingtour durch die Zillertaler Alpen, kommt man am Friesenberghaus vorbei.

Weblinks

Friesenberghaus

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2011

Tour-Nr.: 

28
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