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Zillertaler Steinbockmarsch

Wander-Veranstaltung mit knapp 1900 Höhenmetern Aufstiegsleistung

Hier fehlt das Steinbockmarsch-Hauptfoto
Der Zillertaler Steinbockmarsch führt bei gutem Wetter durch die Scharte rechts des Schartenkopfes.
Foto: Maik Schneider, August 2011

Der Steinbockmarsch findet jedes Jahr Ende August statt und führt von Ginzling (985m) durch den Floitengrund in die nördliche Mörchnerscharte (2872m), und am Schwarzsee und der Berliner Hütte vorbei durch den Zemmgrund nach Breitlahner (1256m).

Aufstieg

Von Ginzling auf der Straße in den Floitengrund. An der Tristenbachalm endet die Asphaltierung, geradeaus weiter geht es auf dem Fahrweg an der Sulzenalm und dem Wirtshaus Steinbock vorbei bis zum Ende des Fahrweges an der Talstation der Materialseilbahn zur Greizer Hütte. Hier befindet sich am Tag des Steinbockmarsches die erste Verpflegungsstation. Ab hier auf einem Steig weiter bis zum Abzweig Mörchnerscharte, an der Brücke über die Gletscherabflüsse des Floitenkees. Ab hier noch 1000 Höhenmeter bergauf. Über die Brücke, zunächst ein wenig bergab durch viel Schutt und Geröll über den Bach, der aus dem Mörchnerschartenkar herausfließt. Dann zur zehn Meter hohen senkrechten Leiter, über die der Einstieg in das Kar erreicht wird. Über einen Grashang hoch zu einem weiteren mit Stahlseilen gesicherten Wegstück, in dem eine felsige Flanke überwunden wird. Dann unschwierig weiter über die riesigen, begrünten Moränenhänge hinauf. Ab dem Aussichtspunkt am oberen Ende des Hanges über Geröll weiter hoch zur nahen Scharte, im oberen Bereich oft über ein Firnfeld, und die letzten Meter an Seilen gesichert in die Scharte nördlich des Mörchnerschartenkopfes.

Abstieg

Von der Scharte, die anders geschrieben auch "Nördliche Mörchenscharte" genannt wird, einige Meter steil hinab, dann rechts am Hang entlang über ein Firnfeld. Dahinter meist ohne weitere Schwierigkeiten nur wenig Höhe verlierend zu einem weiteren Rastplatz (am Tag des Steinbockmarsches mit Verpflegung). Von hier weiter abwärts zum Abzweig Eissee. Hier unbedingt links halten, bis ein zweiter Weg vom Eissee von rechts kommt. Dann die Steilstufe hinunter zum Schwarzsee. Weiter auf dem mit Steinplatten ausgelegten Bergweg den Hang der Schwarzensteinalpe absteigend queren, bis zur Berliner Hütte mit einer dritten Verpflegungsstation. Ab der Hütte dem normalen Hüttenweg zum Gasthaus Alpenrose folgen, wo der Fahrweg beginnt. Über diesen durch die Klamm des Zemmbachs zur Grawandhütte, und weiter den Fahrweg hinab in den von der Grawandhütte gut zu überblickenden flachen Talgrund des oberen Zemmgrundes. Die letzten Kilometer nur noch leicht abwärts, vorbei an der Klausenalm und durch den Wald zum Zielpunkt des Steinbockmarsches am Gasthof Breitlahner (1256m).

Ausgangspunkt

Ginzling (985m)

Ziel

Breitlahner (1257m),

bei schlechten Bedingungen Ginzling (985m).

Schwierigkeitschwierig
DauerAufstieg: 4:00 Std., Abstieg: 4:00 Std., Gesamt: 8:00 Std.
Je nach Tempo 7-10 Stunden.
Konditionmaximale Anforderung
HöhenunterschiedAufstieg: 1900 m, Abstieg: 1650 m
Strecke30 km
Höchster Punkt 2872 m
Frequentierungsehr viel begangen
An normalen Tagen häufig begangen, bei der Veranstaltung ca. 300 Teilnehmer.
Bewertung sehr lohnend
Beste ZeitJuli - August

Anfahrt

Mit dem Linienbus oder Auto nach Ginzling. Am Tag des Steinbockmarsches fährt ein Zubringerbus früh morgens ab Hippach über Mayrhofen nach Ginzling.

Rückfahrt von Breitlahner nach Ginzling mit dem Linienbus oder beim Steinbockmarsch mit einem Zusatzbus.

Hütten und Einkehrmöglichkeiten

Tristenbachalm (ca. 1185m)

Steinbockhaus (1382m)

Berliner Hütte (2042m)

Alpenrose / Zemmgrund (1873m)

Grawand-Hütte (1636m)

Klausenalm (1301m)

Breitlahner (1256m)

Tipps

Beim Steinbockmarsch teilnehmen (Teilnahmegebühr ca. 25 Euro). An diesem Tag muss man kaum Getränke mitführen, da an mehreren Stellen Verpflegung ausgegeben wird.

Infos

Der Zillertaler Steinbockmarsch findet 2018 am Samstag, dem 18. August statt.

Die Rekordzeit eines Läufers auf dieser Strecke liegt bei ca. 2:30 Stunden.

Bei schlechten Bedingungen findet der Marsch auf einer Ersatzstrecke statt, in der Regel vom gleichen Startpunkt in Ginzling zur Greizer Hütte (2227m) und zurück, bei ganz schlechtem Wetter von Ginzling durch den Zemmgund zur Berliner Hütte und zurück bis Breitlahner.

Der Weg über die Mörchnerscharte ist einer der zentralen Wegabschnitte auf dem Berliner Höhenweg, einem Hüttentrekking durch die Zillertaler Alpen, das auf 6-9 Tagesetappen ausgedehnt werden kann, und auch Zillertaler Runde genannt wird.

Tourenbeschreibung: 

Maik Schneider

Stand: 

August 2016

Tour-Nr.: 

3
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